Laser oder IPL?

Laser ist nicht gleich IPL – und auch nicht jeder Laser passt automatisch zu jedem Haartyp oder jeder Haut. Viele von euch kommen mit der Frage: „Was ist besser – Laser oder IPL?“ Die ehrliche Antwort: Es kommt darauf an, welche Technologie wie eingesetzt wird, wie eure Haut aufgebaut ist und welche Haare überhaupt entfernt werden sollen. Die NiSV (Verordnung zum Schutz vor schädlichen Wirkungen nichtionisierender Strahlung bei der Anwendung am Menschen) schafft hier einen klaren Rahmen und beschreibt sehr genau, welche Gerätearten es gibt, welche Risiken sie haben und welche Fachkunde dafür nötig ist.

Bei der Laser-Haarentfernung wird mit gebündeltem Licht gearbeitet – ein Laser sendet immer eine ganz bestimmte Wellenlänge aus. Diodenlaser, Alexandritlaser oder ND:YAG-Laser unterscheiden sich genau in dieser Wellenlänge und damit in Eindringtiefe, Zielstruktur und Eignung für bestimmte Haut- und Haartypen. Das Prinzip dahinter ist immer gleich: Die Energie richtet sich gegen das Pigment (Melanin) in der Haarwurzel, wird in Wärme umgewandelt und soll den Haarfollikel so schädigen, dass er langfristig keine dicken Haare mehr produziert.

IPL (Intense Pulsed Light) ist technisch gesehen kein Laser, sondern eine starke Blitzlichtquelle. Statt einer festen Wellenlänge wird ein breites Lichtspektrum abgegeben, das über Filter grob eingegrenzt wird. Das Licht trifft weniger gebündelt auf die Haut, die Energie verteilt sich stärker und wirkt dadurch unspezifischer. IPL kann je nach Gerät und Einstellung sinnvoll eingesetzt werden, ist aber in vielen Fällen weniger präzise und benötigt häufig mehr Sitzungen, um einen ähnlichen Effekt wie ein gut eingestellter Laser zu erzielen.

Die NiSV ist genau aus diesem Grund entstanden: um Anwendungen mit Laser und intensiven Lichtquellen sicherer zu machen und klare Mindeststandards für Qualifikation, Geräteeinsatz und Dokumentation festzulegen. Sie regelt, wer welche Geräte zu kosmetischen Zwecken am Menschen einsetzen darf, welche Fachkunde nachgewiesen werden muss und wie Risiken für Verbraucher:innen minimiert werden sollen.

Für euch heißt das: Wenn jemand mit Laser oder IPL an eure Haut geht, sollte diese Person wissen, was sie tut – und nachweislich dafür geschult sein.

Damit ihr einen Überblick bekommt, was die einzelnen Technologien grundsätzlich können, fasse ich sie euch hier kurz zusammen – die Detailinfos findet ihr dann auf den jeweiligen Unterseiten:



IPL

breitbandige Lichtquelle, über Filter anpassbar. Eher unspezifisch, kann zur Haarreduktion und zu Hautbehandlungen genutzt werden. Häufig mehr Sitzungen nötig, stark abhängig von Gerät und Erfahrung der anwendenden Person. 

Alexandrit

arbeitet mit 755 nm, eignet sich besonders für hellere Hauttypen mit eher helleren oder feineren Haaren und für bestimmte Spezialfälle, in denen andere Systeme weniger greifen. 

Diodenlaser

gilt als „Allrounder“ in der dauerhaften Haarentfernung, kommt bei vielen Haut- und Haartypen zum Einsatz und ist in Studios häufig die Haupttechnologie, wenn es um großflächige Laser-Haarentfernung geht. 

ND: YAG-Laser

dringt mit seiner längeren Wellenlänge tiefer ein und eignet sich eher für dunklere Hauttypen und spezielle Indikationen – wird aber in der reinen Haarentfernung selektiv eingesetzt. 

SHR

kein eigener Laser, sondern ein Modus, in dem bestimmte Laser arbeiten können. Es wird mit geringerer Energie pro Puls, dafür mit hoher Wiederholrate und gleitenden Bewegungen gearbeitet. 

Wichtig ist: Nicht jede Technologie ist automatisch „besser“ oder „schlechter“. Entscheidend ist, ob sie zu eurer Haut, euren Haaren, eurer Medikation und eurer UV-Geschichte passt – und ob sie im Rahmen der NiSV fachkundig eingesetzt wird. Eine sehr helle, empfindliche Haut mit feinem Flaum braucht eine andere Herangehensweise als ein dunklerer Hauttyp mit starkem Haarwuchs an Rücken oder Brust.

Bei All Skins schauen wir uns daher zuerst eure Ausgangssituation an und erklären euch, welche Technik in eurem Fall sinnvoll ist – und welche nicht. Die einzelnen Unterseiten zu IPL, Alexandritlaser, Diodenlaser, ND:YAG-Laser und SHR geben euch vorab einen Eindruck, wie die Systeme grundsätzlich funktionieren. In der Anamnese klären wir dann, welche Risiken es gibt, wie viele Sitzungen realistisch sind und welche Kombination euch sicher ans Ziel bringt.

Bei Fragen, meldet euch gerne jederzeit unter [email protected] oder +49 160 414 2845 – wenn ihr uns sagt, wie eure Haut aussieht, wie eure Haare beschaffen sind und ob ihr schon Vorerfahrungen mit Laser oder IPL gemacht habt, können wir euch sehr konkret sagen, welche Technologie für euch infrage kommt.